Hausgeburt

Die WHO hat nach kritischer Überprüfung der wissenschaftlichen Literatur festgestellt, dass für eine Frau, die eine normale Schwangerschaft hinter sich hat, die Hausgeburt genau so sicher ist, wie eine Geburt im Krankenhaus. Es gab auch nie Nachweise dafür, dass es riskanter wäre, das Kind zu Hause zur Welt zu bringen.

-Voraussetzungen

  • gute Planung ist wichtig
  • Mutter und Kind sind gesund
  • normaler Schwangerschaftsverlauf
  • Vorsorgetermine wahrnehmen (Mutter-Kind-Pass)
  • organisieren von Unterstützung (siehe Infos)

Positive Kräfte während der Geburt

Die Gebärmutter, die in der 40. Schwangerschaftswoche 1 kg schwer ist und eine unglaubliche Arbeit tun kann. Die Gebärmutter ist der größte Muskel, den ein Mensch auf der Welt entwickelt. Diese Gebärmutter ist aufgrund der Anatomie fähig, sich zusammenzuziehen. Dies geschieht wie in Wellen vom Gebärmuttermund bis zum Gebärmutterhals und unterstützt die Öffnung und Ausdehnung des Muttermundes von 0 auf 10 cm. Nach dieser Eröffnung zieht sich die Gebärmutter über dem Kind zurück, so dass es aus dem Sack entlassen wird, in dem es so lange geborgen war. Die Wehen ("Geburtskräfte"), die ein Kind in seiner Eigenbewegung unterstützen bzw seinen Kopf passend machen, damit er passt, wie der Schlüssel ins Schlüsselloch! Die Wehen sind Schritte auf dem Weg zum Kind. Die Endorphine sind körpereigene Stoffe. Sie haben eine opiumähnliche Wirkung, sind unter anderem also auch schmerzlindernd und werden ausgeschüttet, wenn der Mensch seelisch oder körperlich über seine Grenzen geht - sowohl in der Freude (z.B. Tanzen, Singen, bei der körperlichen Liebe) als auch unter Anstrengung (z.B. Bergsteigen, Joggen) und im Schmerz. Bei der Geburt schüttet nicht nur der Körper der Frau Endorphine aus, auch das Kind sorgt mit diesen Stoffen in diesem Stress für sich. Die Endorphine werden vermehrt ausgeschüttet, wenn die Frau Vertrauen zu sich, den Geburtsvorgängen, der sie begleitenden Geburtshelferin hat und weiß, wie sie dem Geburtsschmerz begegnen kann. In einem die Intimsphäre schützenden Rahmen, in Geborgenheit und Ruhe, sind die Endorphine deutlich vermehrt. Nach der Geburt schärfen die Endorphine die Aufmerksamkeit von Mutter und Kind und unterstützen so das Kennenlernen, das sich Verlieben, das aneinander Anbinden (Bonding - Prozess). Auch die Väter sind an diesem Geschehen beteiligt.

All diese positiven Kräfte während der Geburt sind da, ob die Frau darum weiß oder nicht ... Sie muss nichts dafür tun! Allerdings kann die Wirkung, ihr Zusammenspiel vergrößert werden durch

  • Atmen (vor allem die Bauchatmung stabilisiert das vegetarische Nervensystem. Dies ist die Voraussetzung für die Ausschüttung der Endorphine!)
  • Entspannen (Anspannung - Entspannung, Bewegung, Massagen, Ausstreichen, Wärme, Wasser, Musik, usw) - Loslassen
  • Angstabbau durch Informationen über den Geburtsablauf, über den Ort der Geburt, Anwesenheit einer vertrauten Person. Vertrauen zu sich, zu den positiven Geburtskräften, dass man gelernt hat, mit dem Wehenschmerz umzugehen
  • Dem Geburtsschmerz einen SINN geben!

 

weitere Informationen siehe Infos